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6
Aug
2010

Inception

Ein wahnsinns Film! Die Leute, die euch schon vorgeschwärmt haben, hatten ganz recht. Ein rasanter, intelligenter Thriller, der wirklich Spaß macht. Und lasst euch von denen, die behaupten, der Film sei schwer zu verstehen, nicht verunsichern - es bleiben zwar Fragen offen, ich kann immer noch nicht aufhören, darüber nachzudenken, aber wenn man halbwegs konzentriert im Kino sitzt, "versteht" man den Film definitiv. Kleines Manko: Ich habe noch nie einen Film erlebt, bei dem ich schon währenddessen nur so einen geringen Bruchteil der Namen kannte. Ansonsten: Extrem sehenswert! Ich überlege momentan, ob ich noch ein zweites Mal reingehen muss, um mehr Anspielungen zu entdecken...


Der katastrophale vierte Jahrestag

Es ist jetzt schon eine Weile her und ich hab's immer wieder aufgeschoben, davon zu berichten: Die Feier unseres vierten Jahrestages.
Der Schatz und ich haben am 01. Juni Jubiläum, aber da der in diesem Jahr auf einen Dienstag fiel und obendrein meinen Klausurenmonat einläutete, verlegten wir das offizielle Feiern auf ein unbestimmtes Datum und zelebrierten erstmal nur in der Intimität unserer vier Wände.

Zum Geburtstag 2009 hatte ich vom Schatz einen von diesen papierlosen Gutscheinen bekommen, bei denen man sich gerne kichernd ausmalt, wie der Schenker sich vor 10 Minuten noch verzweifelt im Wandschrank versteckt hat. (Wir haben natürlich keinen Wandschrank und selbstverständlich hat der Schatz auch kein Versteck nötig, aber so in der Art war dieses tolle Geschenk halt.) Der Gutschein belief sich auf ein romantisches Dinner im neuen viereinhalb-Sterne-Hotel. Natürlich nicht in dem zugehörigen Vier-Sterne-Restaurant, das ist so gar nicht unsers, sondern in der ebenfalls zugehörigen "normalen" Gastronomie, das ja immerhin auch ein bißchen gehoben sein wird.
Übrigens habe ich in dem Zusammenhang von meiner Nagelfee erfahren, die es wieder von jemand anderem weiß, dass ein Vier-Sterne-Restaurant immer einen sternlosen Partner habe, damit die Zutatenreste des Sternekochs dort verwendet werden können; das sei im Sternglanz nämlich verboten.
Wie auch immer. Wir beschlossen jedenfalls jetzt, das eine mit dem anderen zu verbinden, denn mein nächster Geburtstag rückte ja auch näher und irgendwie hatte ich das Gefühl, der imaginäre Gutschein werde dann so langsam verfallen, und entschieden in dem Nicht-vier-Sterne-Restaurant zur Feier unseres vierten Jahrestages essen zu gehen.

Schließlich war es dann so weit. Am 27. Juni, unter dem lauten Hupen von Fußballfans, aber immerhin noch im Monat des echten Jubiläumsdatums, machten wir uns auf den Weg. Ich hatte mir nur für diesen Anlass ein heißes kleines Schwarzes gekauft und mir Locken eingedreht. Hölle, ich hab mir sogar extra neue Haarnadeln gekauft! Der Schatz trug dazu passend (zum Kleid, nicht zu den Haarnadeln) Hemd, Anzug und saubere Schuhe. Alles wunderbar. Die Begeisterung über den schönen romantischen Abend hielt an, bis wir das Restaurant betraten.

Eine tolle Aussicht, das muss man denen lassen, aber wahnsinnig eng gestellte Tische, die zugleich zu tief waren um sich vernünftig unterhalten zu können, und eine furchtbare Akkustik, die die Gespräche der anwesenden Gäste durch den ganzen Raum schallen ließ, was natürlich zum Teil auch an der übertiefen Tischtiefe liegen mag. Eben genannte anwesende Gäste waren übrigens durchgehend in Polohemden, kurze Hosen und Flip-Flops gekleidet, aber das glitt an uns ab, denn wir haben uns natürlich "füreinander" aufgebrezelt.
Dann kam die Karte. Sie "übersichtlich" zu nennen, wäre eine glatte Untertreibung, ich schwöre, dass ich sie in 5 Minuten hätte auswendig lernen können. Und mein Gedächnis ist wirklich schlecht. Da ich weder Rind mag noch Tierkinder esse noch ein Fan von Fisch bin, blieb mir die Auswahl zwischen Schnitzel und Wachtel. Im vollen Bewusstsein dieser kuriosen Situation entschied ich mich für den Vogel, denn für ein Schnitzel zieh ich kein kleines Schwarzes an. Der Schatz bestellte sich also ein Steak, ich orderte "Wachtelbrust in Kardamom mit Mandelmilch und gebackener Keule an Bittersalaten".

Jetzt hätte es gemütlich werden können. Doch die merkwürdigen Gespräche der Menschen zwei Tische weiter erzeugten in mir nicht unbedingt romantische Atmosphäre und alle zwei Minuten kam abwechselnd eine der beiden Kellnerinnen, entweder um Gläser hinzustellen oder Gläser abzuräumen. Es war eine Katastrophe.
Nach einigen geflüsterten Gesprächen (auch eine Art Romantik?) kam schließlich unser Essen. Der Schatz genoss sein Steak, meine Wachtel hingegen war noch kleiner als befürchtet. Und, naja, von so Gelee überzogen.

Ich fass mich jetzt einfach mal kurz: Das, was man aus dem Gelee rauskratzen konnte, war durchaus lecker. Hat auch bestimmt für drei Bissen gereicht. Der Salat war eklig und ich rettete mich mit des Schatzes Kartoffeln davor, unangenehm aufzufallen, weil ich den Tisch annage.
Dann kam auch schon wieder die Kellnerin: Ob wir noch Nachtisch wollen. Nein, ich wollte nur noch nach Hause und den Pizza-Service anrufen.

4
Aug
2010

Sweet Mocca

Vor einer Zeit habe ich eine Netbookhülle bestellt und etwas später auch eine Netbooktasche. Die Netbookhülle ist bereits seit gefühlten Ewigkeiten hier, nur einen Tag vor ihrer Ankunft bestellte ich die Tasche.
Wie es bei Amazon üblich ist, bekam ich auch binnen 48 Stunden eine Versandbestätigung für die Tasche. Nachdem ich die nächsten vier Tage nicht mehr wagte, die Wohnung vor 15 Uhr zu verlassen, bekam ich doch tatsächlich gestern noch eine Versandbestätigung, diesmal nicht mit Amazon-Briefkopf sondern von der Email-Adresse des Verkäufershops. Boah, war ich sauer. Ich beschloss, diese Täuschung zum Anlass zu nehmen, zum ersten Mal einen Amazon-Verkäufer zu bewerten. Der soll sich mal warm anziehen!
Heute kam dann die Netbooktasche. Und der Verkäufer hat eine kleine Tüte mit Schokolade dazu gelegt. Mein Zorn ist vollständig verraucht...

Schmerrrrz

Na toll, meine erste Sportverletzung seit Jahren! Ist passiert, als ich bei der Heimkehr aus dem Fitnessstudio auf der Treppe mit dem linken Schuh auf den rechten Sporthosensaum trat und so den linken Unterarm gegen die rau verputzte Treppenhauswand scheuerte... Tut jedenfalls weh! Einmal Mitleid, bitte!

In der Mauser

So. Ich hab jetzt endlich eine Maus für mein Netbook. Sie ist rot, sie ist kabellos und man könnte sie mit einem zugekniffenen Auge als klein bezeichnen. Ich bin also zufrieden.
Ironischerweise wollte ich mir eigentlich eine winzige Maus holen, so winzig, dass krampfgefahr bestünde, aber dafür ist sie halt auch echt süß. Kurz vor der Kasse fiel mir dann auf, dass der Winzling alle 72 Arbeitsstunden zwei neue AAA-Batterien haben will. Nicht nur teuer, sondern auch nervig, gerade weil zumindest bei der Anschauungsmaus kein einfacher Weg zur Öffnung erkennbar war. Und man kennt das ja, die Batterie ist immer alle, wenn man das Gerät am dringendsten braucht: Und da sitzt klein Mocca dann, verlassen und einsam in der australischen Wildnis, ohne winzige Ersatzbatterien und ohne Schraubenzieher mit einer funktionsuntüchtigen winzigen (wenn auch roten und kabellosen) Maus und in der Ferne heulen die Dingos.
Ja, ich weiß selbst, dass ich im Notfall noch auf mein Touchpad zurückgreifen kann, aber das ist ja nu nicht der Sinn der Sache und ganz schön teuer sind die Knopfzellen auch. Also, im Vergleich zu was Wiederaufladbarem.
Ich wand mich also mitten im Saturn vor Verzweiflung und war schon drauf und dran, die Suche von vorn zu beginnen: nach einer kleinen, roten Maus mit Kabel.
Dann fiel mir die süße rote kabellose Maus von Logitech ins Auge, die mir nicht nur von einem Kumpel des Schatzes sondern auch schon vom Schatz selbst empfohlen wurde. Ich ließ mich einfach fallen ins Netz der Marketingformulierungen, malte mir unter der Formulierung "Batterie für monatelange Nutzung" etwas schönes aus und kaufte sie einfach. Immerhin kommt da eine gewöhnliche Batterie rein, die man auch als Akku kriegt. Ist auch eine gute Maus, nur die Scrollradtaste finde ich etwas schwergängig, aber vielleicht gibt siich das mit der Zeit.
Und als hätte der Zufall gegen Murphy gezockt, ist just heute die Batterie von meiner Tastatur alle. Klar könnte ich die Wohnung nach AA-Batterien absuchen, aber genau so gut kann ich mit meinem Netbook und meiner neuen Netbookmaus auf der Couch sitzen. Sehr schön.

3
Aug
2010

Status im Telegrammstil

Im Moment passiert nicht viel. Der Schatz und ich haben vorgestern unser 50monatiges Jubiläum zelebriert. Ich mag mein aktuelles Buch nicht. Heute fahre ich wieder nach O. um eine Maus zu kaufen. Ich träume in letzter Zeit viel blöden Kram. Auf die Unterlagen, die ich dem Finanzamt nachreichen sollte, habe ich einen Smiley gemalt. Das Wetter ist ziemlich trüb. Gestern haben wir Spaghetti Bolognese gekocht.
Das ist vermutlich der langweiligste Blogeintrag ever.

29
Jul
2010

Entdeckung

Mein neuer Mantel zaubert selbst dem Schatz eine weiblich-taillierte Figur. Wenn das sein Geld nicht wert ist!

Schlechtes Gewissen

Nachdem ich vorgestern eine Netbookhülle (rot) bestellt habe (leider überteuert - habe die Versandkosten zu spät gesehen; blödes Amazon) und heute spontan bei einer Netbooktasche zugegriffen habe (schwarz, passt dafür zu jedem Outfit), war ich am Nachmittag in der Stadt shoppen.
Dafür kann ich so gesehen eigentlich gar nichts, denn ich war mit einer Freundin zum Kaffee verabredet, und die Gelegenheit nicht zum Bummeln zu nutzen wäre ... absurd gewesen. Wir waren also shoppen. Und ich habe 175 Euro ausgegeben. Ich schäme mich so! Neben zwei Tshirts habe ich einen Wintermantel gekauft. Einen tollen Mantel! Markenware, hält also bestimmt einige Winter durch, schön lang und warm und mit einer Kapuze, die besser sitzt als die meines alten Mantels, der übrigens billig war und schon auseinanderfällt und farblich nicht zu meinen Haar-Plänen passt.
*Luft hol*
Ich hab also einen viel zu teuren Spontankauf getätigt und habe jetzt ein schlechtes Gewissen. Dabei hab ich mich gestern noch gefreut, dass ich an diesem Monatsende offenbar genug Geld übrig habe um die Studiengebühren, die ich von unserem Urlaubs-Spar-Konto bezahlt habe, schon mal anteilig auszugleichen...
Ich hab ja noch zwei Wochen Zeit um den Mantel zurückzugeben... Mal gucken... Und eine Netbookmaus brauche ich immer noch. :(


Anderes Thema: FH! Die Vorlesungspläne fürs nächste Semester sind online und haben mich in ein tiefes Chaos gestürzt. Vorgesehen sind für das 3. Semester sechs Vorlesungen, von denen ich allerdings zwei in Australien zu absolvieren plane. Sinnvoll ist also, die vier übrigen Kurse ab September zu belegen und aus dem 4. oder 5. Semester schon zwei Fächer vorzuziehen.
Aber wer die Wahl hat... Mein Stundenplan umfasst inzwischen 11 Vorlesungen in 19 Semesterwochenstunden. In den bisherigen Semestern haben sich freiwillige Zusatzleistungen immer durch zeitliche Unmachbarkeiten von selbst erledigt... Diesmal könnte ich alle 11 Kurse belegen und schreiben... Aber das sind fast doppelt so viele wie vorgesehen... Zwei davon sind obendrein noch nicht einmal für meinen Abschluss notwendig, aber ich möchte so gerne... Man wird sehen.

27
Jul
2010

Es soll wohl nicht sein

Ich krieg die Krise. Seit Tagen habe ich Lust auf Nudelauflauf. Also besorge ich die Zutaten. Peu à peu. Beim Großeinkauf am vorletzten Wochenende habe ich Gratinkäse und extra viel Putenwurst mitgenommen. Am Freitag war ich bereit, statt Milch Sahne zu nehmen und war quasi schon fertig mit dem Auflauf, als mir auffiel, dass wir gar keine Nudeln mehr haben. Die besorgte ich am Abend noch, Mittagessen war aber gestorben. Gestern habe ich sogar endlich Sahne besorgt.
Und jetzt habe ich in der Zwischenzeit die leckere Putenbrust-Wurst, die ich da so gerne reinschnipple, auf Toast aufgefuttert. Manno!

26
Jul
2010

Davon wie ich auszog eine Maus zu kaufen und frustriert an meinen Rechner zurück kehrte

Ich brauche eine Maus. Eine süße, kleine Laptop-Maus für mein neues Netbook. Eine Maus, das ist ja nun wirklich nichts dramatisches oder ungewöhnliches oder extravagantes oder sonstwie kompliziertes. Dachte ich.
Ich hab ja nun doch ein paar Anforderungen an diese Maus. Nur ein paar! Sie soll klein sein - immerhin ist sie für mein Netbook und soll mich durch die Welt begleiten; das Netbook nimmt nicht viel Platz weg, das sollte für die Maus auch gelten. Sie soll kabellos sein. Wozu sage ich mich von sämtlichen irdischen Fesseln (Kabeln) los, wenn ich dann wieder eine Maus herumbaumeln habe? Und, das Wichtigste, sie soll farblich zum Netbook passen. Also rot sein. Wie sieht das denn sonst aus?
Drei Kriterien. Drei winzige und wirklich erfüllbare Kriterien. Und die auch nur an ein Popelprodukt wie eine PC-Maus. Also bitte. Wie schwer kann das denn sein?

Erstaunlich schwer. Vorgestern waren wir in den örtlichen beiden Elektronikmärkten. Wir fanden kabellose Mäuse, wir fanden kleine Mäuse, wir fanden rote Mäuse. Wir fanden auch kabellose kleine und kleine rote Mäuse und... ihr wisst schon, worauf ich hinaus will. Es gab keine einzige kleine kabellose rote Maus. Im zweiten Laden gab es sogar nicht einmal eine einzige rote oder sonstwie bunte Maus, für die Kette bin ich wohl zu jung oder so...
Heute waren wir in der nächstgelegenen Großstadt und dort in drei Elektronikmärkten. Das Spiel war exakt das selbe und ich hätte meine Frustration fast in herabgesetzte DVDs umgesetzt. Fast. Bei 7 Euro je Scheibe kommt bei mir irgendwie noch kein Schnäppchen-Gefühl auf und das wäre die Droge gewesen, die mir über den Ärger hinweggeholfen hätte. Ich meine - wie schwer kann denn das sein?! Ein ganzes Regal, vierzeilig, voller Mäuse und keine einzige davon rot, klein und kabellos? Das ist schon nahezu unwahrscheinlich!
Fünf Elektromärkte später bin ich also zu dem Entschluss gekommen, doch im Internet shoppen zu müssen. In diesem Fall hatte ich mich davor gescheut, weil ich die Größe der Maus (nur zur Erinnerung: ein entscheidendes Kriterium!) virtuell so schlecht einschätzen kann. Aber gut, die Odyssee geht weiter.

Und damit bin ich dann noch nicht durch. Viel dringlicher ist eigentlich eine Hülle für mein Netbook. Ohne Hülle kann die Maus noch so klein (und rot und kabellos) sein, da geht gar nichts auf die Reise. Ich habe an die Hülle sogar noch weniger Kriterien als an die Maus: Sie soll 11,6" groß sein (etwas größer ist erlaubt, kleiner wäre fatal) und schön sein. Das kann doch nicht so schwierig sein, oder...?

23
Jul
2010

Notiz an mich #312

Ich muss unbedingt mit dem Schatz "Vom Winde verweht" gucken, ob er will oder nicht, manche Bildungslücken müssen einfach geschlossen werden. Fragt der mich doch, wer Rhett Butler ist!

Könnte Karies verursachen!

So süß! Wenn Adeles Baby einschläft, arrangiert sie um die Kleine eine Welt, von der sie sich vorstellt, dass sie ihren Träumen entsprechen könnte und macht "traumhafte" Fotos davon. Supersüß!


Gefunden bei Nerdcore

Der rasende Einkaufswagen

Schön, wenn man noch nicht zu erwachsen ist, um im Supermarkt Verstecken zu spielen und auf dem Einkaufswagen hängend durch die Gänge zu sausen. Auch, wenn man erwachsen genug ist um Sammelpunkte mitzunehmen.

Knight and Day

Hier habe ich schon einmal den Trailer zu "Knight and Day" verlinkt und vorgestern haben wir ihn dann auch sofort angesehen. Der Film ist genau so, wie ich ihn erwartet habe: zum Totlachen und actiongeladen. Die Action fand ich erlich gesagt nicht so dominierend, aber dafür habe ich Tränen gelacht wie selten. Das Lustige lässt zwar nach der Hälfte nach und kommt erst gegen Ende wieder, dafür bekommt der Film dann etwas mehr Inhalt.
Wie auch immer, ein mordsgenialer Film und für mich das Kinohighlight 2010 - ja, trotz Alice und trotz Iron Man 2. Ich freu mich auch total, dass ich ein A3-Plakat ergattern konnte, das ist das einzige Poster, dass bei uns in der Wohnung hängt. Hach, ich möchte nochmal rein...


Reporter vollbringt Glanzleistung ohne hinzusehen und glaubt es seinem Kamerateam nicht



Wie geil, ich schmeiß mich weg!

John Katzenbach - Die Anstalt

Erster Satz: Ich kann meine Stimmen nicht mehr hören und weiß daher nicht so recht weiter.

Francis wird gegen seinen Willen in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert. Er ist ein harmloser, schüchterner Kerl, der Stimmen hört und sich schlecht an den Anstaltalltag gewöhnt. Bald findet er Freunde: Peter "The Fireman", der eine Kirche samt Priester angezündet hat, "Cleo", die sich für eine ägyptische Königin hält, "Napoleon", der sich auch für jemanden hält, "Newsman", der alle Zeitungsschlagzeilen auswendig kann und "Lanky", ein furchterregend langer Mann, der den heiligen Auftrag hat, alle Insassen vor dem Bösen zu beschützen.
Als eine der Schwestern ermordet wird, führen alle Indizien zu dem armen Lanky, der Francis jedoch kurz nach dem Mord berichtet hat, dass er mit einem Engel gesprochen habe. Peter und Francis sind sicher, dass Lanky zu Unrecht verhaftet wurde. Kurz darauf trift eine Staatsanwältin ein, die schon lange nach einem Serienmörder fahndet, dessen Taten genau mit der in der Anstalt übereinstimmen. Zusammen machen die drei sich auf die Suche nach dem "Engel", der sich in der Anstalt bewegt ohne Angst zu haben und jederzeit wieder zuschlagen könnte.

Ein sehr spannendes Buch mit einer gewissen Länge in der Mitte. Es lässt außerdem einige Fragen offen, aber der interessante Stil (teilweise in der Gegenwart, in der Francis die Geschichte an seine Wohnungswand schreibt und teilweise in der Geschichte) und die fesselnde Schreibweise machten das für mich wieder wett. Ein guter, handfester Thriller.

Jeff Long - Im Abgrund

Erster Satz: Am Anfang war das Wort.

Dieses Buch ist mein absoluter Lieblingsthriller. Er spielt in unserer Zeit und unserer Gesellschaft, doch eine Entdeckung hat die Welt verändert: Unter der Erdoberfläche gibt es ein gigantisches Tunnelabyrinth mit unzähligen Ausgängen in Höhlen auf der ganzen Erde. In diesen Tunneln leben Wesen, die menschenähnlich aussehen, jedoch durch Hörner und Klauen deformiert. Schnell erschließt sich, dass die menschliche Vorstellung eines Dämons auf diesen Gestalten beruht, die schon früher durch die Menschenwelt gespukt sein müssen.
Einer der ersten, die in diesem Roman Kontakt mit den Unterweltswesen ("Hadal" genannt) aufnimmt, ist Ike. Der Überlebenskünstler hat gerade eine Touristengruppe durch einen Schneesturm im Himalaya geführt, als er und seine Gruppe ein Zeichen der Hadal in einer Höhle entdecken. Der mumifizierte Menschenleib (mit Tätowierung der US Navy) ist von Kopf bis Fuß bemalt, teils mit unbekannten Zeichen, teils mit eigenen Notizen. Verstümmelungen und Wunden zeigen, dass er lange Jahre ein Sklave war; der goldene Ring durch seine Nase und die 1500km entfernte Absturzstelle, die er sich eintätowiert hat, machen der Abenteurergruppe klar, dass sie ein Opfer einer Kultur vor sich haben, von der sie noch nie gehört haben. In der kommenden Nacht holen die Hadal die gesamte Gruppe zu sich.
Erst Jahre später werden die "Hadal" offiziell entdeckt. Sämtliche Länder schicken Armeen hinunter, die nicht zurück kommen. Bis es eines Tages merkwürdig still wird im Untergrund. Die Menschen sichern Lager tausende Meter unter 0 und sind sicher, dass sie keine Hadal mehr sehen, weil es keine mehr gibt.
Aus einer ganz anderen Welt hingegen kommt Ali, eine junge Nonne, die der Kirche einmal zu oft auf die Füße getreten ist. Als Anthropologin ist ihre Lebensaufgabe die Suche nach dem Ersten Wort, das sie fasziniert. Die sprachbegabte junge Frau wird einer Tages zu einer Gruppe Wissenschaftler gerufen, die sich den "Beowulf-Kreis" nennen. Angestachelt von der Entdeckung der "Dämonen", rätseln sie, ob auch die Idee des Satans auf einer Tatsache beruht. Mit ihrem Einfluss schleusen sie Ali in eine Expedition in die Unterwelt: Ein großer Kreis Wissenschaftler wandert, beschützt von Soldaten, begeistert unter dem Pazifik hindurch und macht mit jedem Tag neue Entdeckungen, während der Konzern, der diese Expedition leitet und bezahlt, jeden Meter, auf den sie treten, als sein Eigentum proklamiert. Der Führer dieser Expedition ist Ike, der tätowiert und gemartert, aber nach wie vor mit einem unbändigen Überlebenswillen in die Menschenwelt zurückgekehrt ist.
Auf der Erdoberfläche beschäftigt sich der Beowulf-Kreis mit Beweisen für und wieder die historischen Jesus und Satan, während darunter die Hadal jeden Moment auf die Expedition losgehen können und sich zwischen Ali und Ike eine ganz spezielle Beziehung anbahnt.

7da9fd734700953c754b21a292a6e30aIch habe "Im Abgrund" jetzt zum xten Mal gelesen und erschrecke mich immernoch, wenn irgendwo eine Tür geht. Dieses Buch führt dazu, dass man im Augenwinkel kleine Bewegungen sieht, die nicht da sind und nicht ohne Decke schlafen kann, egal wie heiß es ist. Der nervenzerreißendste Thriller, den ich kenne.

Gabriel García Márquez - Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Erster Satz: Es war unvermeidbar: Der Geruch von bitteren Mandeln ließ ihn stets an das Schicksal verhinderter Liebe denken.

Florentino Ariza ist unsterblich verliebt. In die hübsche Fermina Daza, deren strenger Vater dazu führt, dass die beiden eine heimliche Briefliebschaft beginnen und sich schließlich ebenso heimlich verloben. Natürlich findet Senor Daza heraus, dass sein Kind verliebt ist und bringt es fort. Die Briefliebschaft geht jedoch weiter, immerhin arbeitet Florentino Ariza in einem Telegraphenbüro. Doch nach ihrer Rückkehr stellt Fermina Daza fest, dass sich ihr Herz gewandelt hat: Sie liebt Florentino Ariza nicht mehr. Sein Herz bricht, sie heiratet den reichen wie berühmten und smarten Arzt Juvenal Urbino, der sich auf die Bekämpfung der Cholera spezialisiert hat.
Doch Florentino Ariza bleibt seiner Fermina treu - jedenfalls im Herzen. Einundfünfzig Jahre, neun Monate und vier Tage wartet er auf sie, und am Todestag ihres Mannes gesteht er ihr erneut seine Liebe. (Hiermit beginnt das Buch übrigens.)

Ein sehr schönes Buch. Zugegeben, ein dicker Wälzer mit einigen Längen, aber mit wundervollen Personenbeschreibungen und amüsanten Anekdoten, dazu ein Bild von Kolumbien, das man unbedingt im Sommer lesen sollte um die Hitze nachvollziehen zu können. Florentino Ariza und seine linkische Art sind mir genauso ans Herz gewachsen wie die stolzstörrische Fermina Daza und die zarte Liebe zu ihrem Ehemann.

Serengeti Park

Ich liebe fotolastige Blogeinträge! Ihr auch? Super! Wir waren nämlich Montag im Zoo. Der Schatz hat sich anlässlich meines Geburtstags ein paar Tage frei genommen und mich am Sonntag permanent damit aufgezogen, dass er für den folgenden Tag was tolles plant. Lange Rede, kurzer Sinn, wir sind also in den Serengeti-Park gefahren. Das ist quasi ein Zoo, nur dass man mit dem Auto durch die Tiergehege fährt, was im Umkehrschluss auch heißt, dass die Tiere viel mehr Platz haben als normalerweise und man (jedenfalls bei den Arten, bei denen man die Fenster auf lassen darf) mit den Viechern in Kontakt treten darf.
Und so ging es auch gleich los. Da PKWs auf der linken Seite der Straße fahren müssen, haben die neugierigen Tiere sich auf die Fahrerseite spezialisiert, der Schatz durfte also eine Giraffe streicheln. Ist auf diesem Foto sehr gut abgebildet, finde ich. ;)





Und da geht seine Giraffe auch schon wieder. Hier fotografiere ich ein Reh und danach gaukelt der Schatz einem anderen Reh vor, er hätte was zu Fressen in der Faust...:





Den Affen war zu warm, die haben sich lieber in der Ferne gehalten.



Dann ging es zu den Raubkatzen. Ich liiiiebe Raubkatzen. Von den Tigern habe ich leider kein gutes Foto machen können, dafür hatte die Faulheit der Löwen sie direkt neben der Straße hingerafft. (War aber ja auch verdammt heiß, ich kann das gut nachfühlen.)
Übrigens haben wir bei dieser Gelegenheit gelernt, dass der Schatz in freier Wildbahn nicht überleben könnte, denn durch seine rot-grün-Blindheit hat er keine der Katzen entdeckt ohne dass ich sie ihm gezeigt habe und die Löwinnen auf dem Balken hat er erst auf dem Foto gesehen, dabei waren die Damen keine 5 Meter von uns entfernt.









Den weißen Löwen hätte er noch entkommen können, die sind dafür aber auch besonders süß...
Im Steppen-Gehege ging es dann richtig zur Sache. Parole: Fenster geschlossen halten, die Affen kommen!







Wirft diese Antilope (?) nicht einen coolen Schatten?? Die Nashörner waren ziemlich bewegungsunlustig (wie gesagt - die Hitze), aber ein Zebra hat jeden Fahrer auf Futter gefilzt.







Das war es auch schon an Fotos aus dem Auto heraus. Wir sind dann durch das anliegenden Affengehege gelaufen. Als ich direkt hinter mir ein Grunzen hörte, war ich sicher, dass es der Schatz sei (der macht manchmal solche Geräusche!) bis mir irgendwann aufging, dass es ganz schön schwierig sein muss, gleichzeitig zu sprechen und zu grunzen. Ich schaute also hinter mich... nach links... nach oben - AFFE! Da saß ein Affenmännchen direkt über meinem Kopf und grunzte mich frech an. Hab ich mich erschrocken. Das meinte also das Schild (das ich bis dahin noch nicht gelesen hatte) damit, dass die natürliche Lebensweise der Affen durch den Drahttunnel unterstützt wird. Hier übrigens die Familie des bösen Erschreckers:



Nach einigem Suchen fanden wir dann auch das Gehege der weißen Tiger. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Raubkatzen liebe? Einfach wunderschöne Tiere.









Ist euch beim vorletzten Bild diese coole Zeichnung auf dem Hinterkopf aufgefallen?
Danach spazierten wir zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man die Giraffen und Antilopen beobachten kann, die am Beginn des durchfahrbaren Geländes leben.





Giraffen haben auch einen tollen Schatten.
Wir vergnügten uns noch ein bißchen im zugehörigen Freizeitpark, aber ehrlich gesagt knallte mir die Sonne zu sehr für alles, was schneller ist als ein Kettenkarussell. Obendrein waren die Fahrgeschäfte als Kind irgendwie spannender... Wir aßen also noch was, verzichteten auf die Wassersafari, für die man offenbar über eine Stunde anstehen muss und machten uns auf den Heimweg.
Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, auch auf dem Parkplatz noch Tiere zu fotografieren:





Und einen kleinen neuen Freund haben wir uns auch mit genommen: Leopold. Ist er nicht süß? Ich liebe Raubkatzen!


17
Jul
2010

Der Tag danach

So, es ist vorbei. Ich bin jetzt 24 und habe einen tollen Geburtstag hinter mir.

Morgens um 9 kamen meine Eltern vorbei. Dann klärte sich auch plötzlich auf, warum der Schatz nicht wollte, dass ich sein Geschenk auspacke, bevor das Publikum da ist - der Kerl hat mich total an der Nase herum geführt! Das Paket ist ein Gemeinschaftsgeschenk von ihm, meinen Eltern und meinem Bruder und enthielt *künstlerische Pause* ein Netbook! Herz Entschuldigung - ein Subnotebook. Was für eins? Ein rotes! Herz Herz Mit genau dem sitze ich gerade gemütlich auf dem Sofa und tippe; sehr zur Freude des Schatzes bilde ich mit der Netbooktastatur auch nicht mehr so eine enorme Lärmbelästigung. Habe übrigens heute auch schon auf dem Klo FarmVille gespielt. Himmel, ich könnte dem Schatz sogar eine Email schreiben, wenn mir das Toilettenpapier ausgeht! Möglichkeiten über Möglichkeiten!
Außerdem haben meine Eltern mir ein Buch von Thomas Hermanns geschenkt, das mich auf den Australienflug einstimmen soll und eine Tasche, die die Suchanzeige für einen gutsituierten Mann darstellt. Wir sind dann zusammen frühstücken gegangen, das Unterhaltungsprogramm auf der Terrasse des Cafés enthielt davon fliegende Sonnenschirme; ja, es war etwas stürmisch. Glücklicherweise hatten wir bis dahin sowieso fertig gefrühstückt, ohne Schirmschatten wurde es plötzlich ganz schön warm.
Ein Umweg führte uns an einem Secondhand-Bücherstand vorbei, auf den meine Mama und ich uns stürzten, bevor wir nach Hause gingen.
Den Mittag und Nachmittag verbrachten der Schatz und ich mit Kuchen-Backen und ähnlichen Partyvorbereitungen bis gegen 3 unser erster Übernachtungsgast eintraf und mir ein Neil Gaiman-Buch überreichte. Als der zweite kurz vor 7 Uhr ankam, waren wir bereits wieder voll im Stress, meine Packliste war für "klein feiern" wirklich abartig lang. Unfassbarerweise haben wir es trotzdem geschafft, ausgerechnet die Kamera nicht mitzunehmen!
Um halb 8 erreichten wir, inzwischen zu fünft, mit zwei Autos den See und luden fleißig aus. Während Sara und ich Decken und Alkohol drapierten und Christian Musik und Licht an Strom anschloss, bemühten sich die anderen inklusive den frühen Erstgästen, die "Happy Birthday"-Girlande aufzuhängen, die meine einzige Geburtstagsdeko war. Leider standen die Bäume so weit auseinander, dass dies selbst mit drei aneinandergeknoteten Girlanden kaum möglich war. Sie haben es aber mit vereinten Kräften tatsächlich geschafft.



Was soll ich sagen. Mit jedem Gast anzustoßen, hat mir schon fast gereicht - ich vertrag doch keinen Sekt... und mag ihn noch nicht mal! Dennoch konnte ich durch Vormachen sofort eine große Fanschar für meinen geliebten Wodka-O-V erzeugen. Immerhin haben wir extra drei Packungen Vanilleeis in Kühlboxen an den See geschleppt!
Sechs Minuten vor 9, und damit sechs Minuten zu früh, kam der Pizzamann mit fünf gigantischen Kartons und so kehrte bei uns erstmal kauende Ruhe ein.
Im Anschluss wurde ich erneut beschenkt. Von Kerstin habe ich ein witziges Buch über Australien und selbstgemachte Marmelade bekommen, der Rest der Meute hat zusammengelegt und mir außer dem "Paten" (in Buchform) und einem Amazon-Gutschein einen portablen DVD-Brenner geschenkt - offensichtlich wusste da noch jemand vor mir, was der Schatz mir bestellt hat.
Die Feier war fröhlich und ausgelassen, bis um 10 Minuten vor 12 der Himmel seine Schleusen öffnete. Bei den ersten drei Blitzen rief ich noch in die Menge "Das hört gleich auf - an meinem Geburtstag hat es noch nie geregnet!", aber irgendwann musste selbst ich Optimist einsehen, dass wir mitten in einem Unwetter steckten. Alle halfen tatkräftig mit, die ganzen Sachen in die Autos zu bringen, während ich etwas deprimiert unter meinem Regenschirm saß und noch etwas fassungslos (und angetrunken) die Blitze beobachtete. Irgendjemand legte meine inzwischen nassgeregneten Geschenke irgendwann zu mir ins Trockene; ich hoffe, die welligen Bücher lassen sich mit genügend Gewicht wieder in den Ausgangszustand bringen...
Gegen 1 Uhr waren der Schatz, die beiden Übernachtungsgäste und ich dann schon zu Hause, fielen aber trotzdem alle todmüde ins Bett. Toll war es trotzdem!



Heute früh haben wir vier dann schön gefrühstückt. Den Großteil des Tages haben der Schatz und ich damit verbracht, abzuspülen, Wäsche (Decken und Kissen) zu waschen, zu versuchen, den Rauchgeruch aus der Küche zu verbannen (irgendwer hat nämlich mit Feuereifer nasse Äste ins Lagerfeuer geworfen... ja, ich meine dich, du Pfadfinder!) und die beiden übrig gebliebenen Kuchen zu essen (das werden wir allerdings frühestens morgen beenden... hätte die Feier länger als vier Stunden gedauert, wären wir auch bestimmt alle vier Kuchen losgeworden!).
Seit ein paar Stunden spiele ich nun mit meinem neuen Netbook und treibe den Schatz damit eventuell ein bißchen in den Wahnsinn. Aber ich freu mich. Ein schöner Geburtstag! :)

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Mocca

1 Löffel Tourismus, 2 Löffel Schatz, ein großer Schuss Koffein - gut aufgeschäumt servieren!

Ach ja...

Wer Fotos von mir verlinken oder nutzen möchte, bekommt bestimmt eine Erlaubnis - aber fragt mich vorher!
 
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