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20
Aug
2009

Dilemma

Samstag ist ab 14 Uhr in der Stadtbücherei W. Bücherflohmarkt. Motto: "So weit die Tüten tragen!" Für jeweils 3 Euro erwirbt der Bücherwurm Taschen, die er mit so vielen Büchern vollstopfen kann, wie er möchte kann. Da gälte es jetzt nur noch auszutesten, ob es eine Technik gibt um den verfügbaren Raum möglichst optimal zu nutzen.
Aber ich bin ja Samstag ab 12 Uhr zum Grillen verabredet. So ein Dilemma. Traurig

18
Aug
2009

Spaghetti Bolognese



Ich habe heute viel gelernt.

Ich habe gelernt, dass eine Sonnenbrille nicht gegen Tränenreiz beim Zwiebel-Schneiden hilft, eine Wäscheklammer auf der Nase hingegen sehr wohl.
Ich habe gelernt, dass mich der 1/8-Vorfall vom letzten Mal und der damit einhergegangene, enorme Spott mich so sehr verunsichert hat, dass ich doch lieber den Messbecher genommen habe, bei dem nicht nur ml markiert sind.
Ich habe gelernt, dass ich aller Hartnäckigkeit zum Trotz nicht mehr als sieben Kirschtomaten in einer Hand transportieren kann.
Ich habe gelernt, dass es nicht sinnvoll ist, ein weißes Tshirt zu tragen, wenn man Bolognese kocht.
Und danach habe ich gelernt, dass auch eine Schürze ein weißes Tshirt beim Bolognese-Kochen nicht immer schützen kann.
Ich habe gelernt, dass ich beim Hack-Anbraten zwar den Herd deutlich weniger vollspritze als der Schatz, stattdessen aber die Küchenfliesen.
Ich habe gelernt, dass es absolut möglich ist, die Küche wieder aufzuräumen noch bevor man die erste Portion Spaghetti auf dem Teller hat.
Ich habe gelernt, dass es eine ganz blöde Situation ist, wenn man in der einen Hand den schweren Nudeltopf hat (mit einem Griff auf die Spüle gestützt) und mit der anderen Hand nicht an die Untersetzer kommt.
Zu guter Letzt habe ich gelernt, dass es total dumm ist, das Abschmecken der Soße zu vergessen.

Schmeckt trotzdem gut.

17
Aug
2009

Feuchtfröhliches Wochenende

Am Freitag haben wir Ollis Geburtstag gefeiert - schön kostensparend mit zwei Kühlboxen voller Bier am Strand. Stereoanlage (batteriebetrieben) hatte das Geburtstagskind vergessen, mein Handy musste einspringen, dafür hat er immerhin zwei Decken mitgebracht und schickte sich verspätenden Gästen noch eine SMS mit der Bitte, möglichst viele weitere Decken mitzubringen. Mit einem Wort: ein großer Spaß! freu Und dass die beiden Familienpizzen, die wir uns an den Strand liefern ließen, nur ganz knapp ausreichend für 14 Leute sind, hat dem Vergnügen keinen Abbruch getan. Etwas wärmer hätte die Nacht wohl sein dürfen, aber damit ließ sich leben.

Am Samstag waren der Schatz und ich shoppen einkaufen. Er hat sogar Schuhe ergattert - ich bin leer ausgegangen. Zum Trost gab's einen zweiten Korfu-Reiseführer und eine Rast im Eiscafé. Bei dem herrlichen Wetter eine sehr sinnvolle Maßnahme. Etwas weniger Rum hätte meinem Eisbecher aber gut getan.

Sonntag startete dann etwas, auf das der Schatz sich wir uns schon seit Wochen freuten: Eine Paddel- und Pedaltour. Das heißt konkret, wir und unsere Freundeshorde (ich glaube 17 Nasen) steigen in S. ins Boot, paddeln bis ins 9 oder 12 oder 14 Km entfernte F. (die Aussagen widersprechen sich hier) und wechseln dort aufs Fahrrad um zum Auto zurück zu kommen.
Soweit so gut. Petrus meinte es gut mit uns und steuerte ein herrliches Wetter zum Projekt bei. Aus Gründen mangelnden Ehrgeizes trat ich den Schatz und sein Zweierboot an jemand sportlicheres ab und durfte so in einem gemütlichem Frauen-3er-Kanu Platz nehmen. Gemütlich? Ähm ja. Dieses "gemütlich" bescherte mir gestern Abend die schwierige Frage, wie zum Henker ich denn jetzt meine Haare kämmen soll - ich konnte die Hände nicht mehr auf Schulterhöhe heben. Und ich hab durchaus etwas Rücken- und Nackenschmerzen. Entgegen aller Prognosen haben die Beschwerden aber über Nacht und Tag gottseidank ab- statt zugenommen.

Natürlich (künstlerische Pause) ist unser Frauenboot das einzige gewesen, das gekentert ist. (Wenn man davon absieht, dass Richard schon beim Einsteigen über Bord gegangen ist.) Wir können aber auch echt nichts dafür - das Ufer, dem wir zu nah waren, drohte plötzlich mit Brennnesseln, als wir uns gerade davon abstoßen wollten. Und -platsch- plötzlich war's nass. Aber niemand ist ertrunken und unsere Sachen waren alle sicher im wasserfesten Sack verschlossen, der widerum sicher am Kanu festgemacht war. Ich frage mich bloß, wann meine Schuhe wohl wieder trocken sein mögen und ob meine Ohrringe anlaufen werden.
Sascha, Olli und Richard eilten heldenhaft herbei - wir gehören denen jetzt. Sie haben uns aber noch nicht aufgeteilt. Nach einem Erinnerungsfoto (wichtig!) ließen wir uns dann von den dreien auf einen Steg ziehen, der gottseidank keine 20 Meter hinter unserer Kenterstelle auf uns wartete. Wir paddelten dann oben ohne weiter, die Rettungsweste war da ganz praktisch. Fieser Nebeneffekt: Natürlich hatte ich meinen Arm nur bis dahin mit Sonnencreme geschützt, wo der T-Shirt-Ärmel begann. Die Sonne, die meine Schulter verbrannt hat, trocknete sogar unsere Jeans (außer dem Hintern) bis wir in F. waren. Wir radelten allerdings barfuß zurück.



Die 9 oder 12 oder 14 Km lange Strecke wird für normale Paddler mit 3,5 Stunden Fahrzeit angegeben. Wir hatten uns um 11 Uhr an der Bootsstation versammelt und um 17 Uhr das Ziel erreicht. Für die Rückfahrt brauchten wir (wenn wir die Kenter-Erinnerungs-Rast am schicksalhaften Steg rausrechnen) nicht mehr als die beworbenen 60 Minuten.

Nach der bitter nötigen Dusche haben wir uns dann beim Griechen wieder getroffen und unsere erschöpften Körper mit Grillfleisch und Ouzo aufgetankt. Braun gebrannt geht's in die nächste Woche!

Notruf

Der Schatz hat gerade einen Notruf abgesetzt: Ich soll ihn um 19.30 Uhr vom Fähranleger abholen, an dem sein Firmenausflug endet - seine Kontaktlinsen sind baden gegangen, seine Brille hingegen ist im Bad(ezimmer).

Sendepause

Ich berichte, sobald ich die Arme wieder schmerzfrei bewegen kann.

15
Aug
2009

Sand-Art



gefunden beim Style Spion

Wie kam Kseniya Simonova bloß zu diesem Hobby?

14
Aug
2009

Neuer Lebenspartner, neue Wohnung

Die neue Wohnung ist aber zugegebenermaßen nicht für mich, sondern für Monique, unsere D-SLR: Eine Crumpler-Tasche des Typs "Muffin Top".






Und dies ist mein neuer Lebenspartner, jedenfalls laut meinem Hautarzt. Soll mir Recht sein.


13
Aug
2009

Feierabend

Der Schatz hat gerade angerufen: Er macht jetzt Feierabend. Seit 8 Uhr (morgens!) ist er im Büro. Armer, fleißiger Schatz.

Mysteriös

Als ich heute auf dem Fußweg nach Hause war, habe ich mit dem Schatz telefoniert. Währenddessen hat sich unbemerkt der Nüpsel (das ist ein Fachwort!) meines Ohrrings gelöst und plötzlich versuchte meine rechte Schulter nicht nur, das Handy zu halten, sondern zugleich auch den Ohrring aufzufangen. Das hat übrigens auch funktioniert, aber aufgrund des gerade geführten Telefongespräches, zwei vollen Taschen mit Drogerie-Einkäufen und akkut spielender Kinder (raah!) um mich herum, weigerte ich mich, stehen zu bleiben und den Nüpsie zu suchen. Verloren. Passiert. Muss ich halt mit anderen Ohrringen tauschen.
Und dann saß ich 15 Minuten später an meinem Schreibtisch, hatte eine Portion Cini-Minis gegessen und tippte gerade eine Email, als ich auf die Tischoberfläche zwischen meinen Armen sah - und da lag er. Ganz unschuldig und als wäre nie etwas gewesen. Der Ohrring-Nüpsel. Toll!

Das bringt mich allerdings trotzdem auf eine Frage: Kann man die Nüpsies auch so bestellen? Quasi ein Nüpsel-Nachfüllpack? Im 20er-Pack oder so? Wäre nicht schlecht. Marktlücke #258.

12
Aug
2009

Andrew Sean Greer - Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli



Erster Satz: "Jeder von uns ist die Liebe im Leben eines anderen."

Ein zauberhaftes Buch! Die Geschichte ist der des "Benjamin Button"-Films mit Brad Pitt (den ich nicht gesehen habe) ähnlich: 1871 kommt Max Tivoli als 80jähriger Mann in San Francisco auf die Welt und verjüngt sich im Laufe der Zeit. Seine Großmutter prognostiziert ihm kurz vor ihrem Tod, dass er im Jahr 1941 als Säugling sterben wird.
Seine Mutter bleut ihm ein, immer zu "sein, wofür sie ihn halten", sein Vater verlässt die Familie bald.
Schon als Kind, glücklicherweise mit einem guten, "normalen" Freund gesegnet, verliebt er sich in die 12jährige Alice, die aber natürlich am "Schwager" von Mrs. Tivoli nicht allzuviel Interesse zeigt. Sehr viel mehr allerdings an seinem Freund Hughie, während Max' Bemühungen nur die Aufmerksamkeit ihrer verwitweten Mutter auf sich zieht.
Nach einem Kuss zwischen Max (optisch 66, biologisch 14) und Alice, ziehen die beiden Frauen aus ohne eine Adresse zu hinterlassen.
Als Max schließlich Mitte 30 ist und auch so aussieht, trifft er Alice wieder - zufällig auf der Straße. Er erkennt sie sofort, sie ihn natürlich nicht. Er gesteht ihr nie seine merkwürdige "Krankheit" und heiratet sie unter falschem Namen - der Brand San Fraciscos kommt ihm da sehr entgegen.
Sie verlässt ihn schließlich wegen eines anderen Mannes, er erfährt erst Jahre später, als ihn schon alle für einen Studenten halten, dass sie zu dem Zeitpunkt von ihm schwanger war. Also steigt er mit Hughie in ein Auto und sucht nach Alice und ihrem gemeinsamen Sohn.

Das Buch beginnt damit, dass Max, der ich-Erzähler, erklärt, dass er das Buch für "dich", seinen Sohn Sammy, schreibt. Max sitzt währenddessen im Sandkasten und sieht Sammy, seinem Adoptivbruder, beim Spielen zu. Das Buch wechselt fortwährend zwischen der Erzählung der Hintergrundgeschichte und Einschüben von aktuellen Ereignissen, die sich innerhalb von 5 Monaten abspielen - der Zeit, die Max braucht, um seine Geschichte (heimlich) zu Papier zu bringen.
7da9fd734700953c754b21a292a6e30aDies ist eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Trotz der immer wieder raffiniert eingefädelten Lügen an seine Frau, trotz der teilweise fast fiesen Ehrlichkeit des Ich-Erzählers. Obendrein ist die Sprache einfach wundervoll. Ein wirklich, wirklich, wirklich lesenswertes Buch!

Die Mischung macht's.



Yammi.

Gibt es eigentlich schon schokolierte Nektarinen? Eine Marktlücke, ich sag's euch! Ich trete die Idee ab, gegen 20 Exemplare pro Monat. Deal?

11
Aug
2009

Schuhe

Neulich kam ich in die leeren Umkleideräume des Fitnessstudios und auf dem Fußboden in der Nähe meines Lieblingsspinds stand ein paar Schuhe auf dem Boden.



An sich nichts ungewöhnliches - den Spind nochmal aufzuschließen, nur weil man etwas hinein zu legen vergessen hat, ist nervig und relativ unnötig, wenn man nur unter die Dusche geht. Aber diese Schuhe sind ausgelatschter gewesen als sämtliche Paare von mir, obwohl ich die Sandalen aus der 10. Klasse immer noch habe. Alt, kaputt, achtlos liegen gelassen. Entweder hat hier jemand seinen Müll zurückgelassen oder (was ich für wahrscheinlicher halte) da liebt jemand seine alten Schuhe über alles, durch dick und dünn.
Schön, eine so innige Beziehung zu haben. Und sei es nur zu Fußbekleidung. Solche Kleinigkeiten machen ein Leben wertvoll. Finde ich.

Obstschale

Möchte jemand auf ein Stück Obst vorbei kommen? Die Nektarinen waren im 2-Kilo-Paket so günstig...


logo

Mocca

1 Löffel Tourismus, 2 Löffel Schatz, ein großer Schuss Koffein - gut aufgeschäumt servieren!

Ach ja...

Wer Fotos von mir verlinken oder nutzen möchte, bekommt bestimmt eine Erlaubnis - aber fragt mich vorher!
 
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