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22
Jun
2014

Dem Gras beim Wachsen zusehen

Im Garten tut sich bei uns auch so einiges - leider eher ungewollt. Zwischenzeitlich hat Christians Vater uns seine Motorsense quasi in die Hand gedrückt, aber die Zeit, sie zu benutzen, fehlt doch. Inzwischen reicht uns das Gras bis zur Brust.

24. Mai:


30. Mai:


09. Juni:


Grund genug für unseren Nachbarn, zumindest den Streifen neben der Überwegung zu trimmen - als Gegenleistung darf er natürlich gerne zum Polterabend den Getränkewagen dort abstellen.






Leider schlug die gestutzte Natur dann doch zurück. Als ich Dienstag zum Haus fuhr, hat mich unsere Hecke gerammt. Der arme Simba ist voraussichtlich noch bis Mittwoch in der Werkstatt, bekommt Frontschürze, Ladeluftkühler und Klimakondensator neu. Blöder Mist. Zur Strafe wird die blöde Hecke eingekürzt und langfristig komplett gegen etwas anderes ersetzt.


Gelesen im ersten Halbjahr 2014

Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

Erster Satz: Hier fängt die Geschichte an.

Hildegunst von Mythenmetz, ein Lindwurm und als solcher zum Dichter geboren, sucht in der Literaturstadt Buchhaim nach dem Verfasser eines herausragenden Manuskripts und lernt hier nicht nur so einiges über gefährliche bis tödliche Bücher, sondern wird auch tief in die Politik der Verläger gezogen.

Ich kannte von Moers bislang nur den "Käpt'n Blaubär" und wagte so jetzt meinen zweiten Ausflug nach Zamonien. Wie gewohnt verzaubert das Buch durch einen unglaublichen Phantasiereichtum, der mir persönlich an manchen Stellen schon fast zu viel wird. Als Hildegunst etwa in der Mitte des Buches in die Unterwelt verbannt wird, nimmt die Erzählung für mich erst richtig Fahrt auf. Auf jeden Fall ein großartiger Spaß!



Petra Busch - Zeig mir den Tod

Erster Satz: Jetzt, da alles vorbei ist und ein weiterer Mensch unter der schweren Erde liegt, weiß ich, dass ich von Beginn an hätte anders handeln sollen.

Kommissar Ehrlinspiel ermittelt im Fall Assmann: Die beiden Kinder des Schauspielers wurden auf dem Schulweg entführt, seine Tochter benötigt dringend Insulin und der Entführer stellt Rätsel, die offenbar nur der seltsam desinteressierte Vater selbst lösen kann.

Mein Fazit: Meh. Öde Handlung, öde Auflösung. Die Zeit hätte man sich sparen können.



Nathaniel Hawthorne - Der scharlachrote Buchstabe

Erster Satz: Eine Menge von bärtigen Männern in dunkelfarbigen Gewändern, mit grauen spitzen Hüte, zu denen sich auch eine Anzahl Frauen gesellte, von welchen einige Hauben trugen, während andere barhäuptig waren, hatte sich vor einem Gebäude aus Holz versammelt, dessen Tor aus schwerer Eiche gezimmert und ohne Eisen beschlagen war.

Hesther Prynne begeht im Salem / New England des 17. Jahrhunderts die Ungeschicktheit, schwanger zu werden obwohl seit Jahren niemand ihren Ehemann gesehen hat. Dass sie sich weigert, den Vater ihres Töchterchens preiszugeben, macht es nicht unbedingt besser und so wird die junge Frau ausgestoßen. Als Schneiderin stickt sie sich das allerkunstvollste "E" für "Ehebrecherin" auf die Brust und ... keine Ahnung. Das Lesezeichen steckt zwar noch, aber ich glaube nicht, dass ich das Buch noch durch bekomme. Und ernsthaft, 62 Seiten Vorwort? Anstrengend!



Eva Stachniak - Die Zarin der Nacht

Erster Satz: Der Schmerz ist stechend schwarf, als bohrte sich die Spitze eines glühenden Dolchs irgendwo hinter ihrem rechten Auge in ihren Schädel.

Nach dem tollen "Winterpalast" hatte ich mir viel von dieser "Fortsetzung" versprochen, wurde aber leider enttäuscht. Die Geschichte Katharinas der Großen wird rückblickend von ihrem Todestag aus erzählt, was teilweise durchaus für Verwirrung sorgt. Obendrein wird erst auf Seite 131 an das erste Buch angeknüpft, bis dahin wird die bekannte Geschichte nochmal erzählt. Und auch im zweiten Teil bleibt es bei dem abgehackten, auf Einzelsituationen fixierten Erzählstil, der keinen Lesefluss aufkommen lässt. Wirklich schade!

Gesehen im ersten Halbjahr 2014

Nicht mein Tag

- Meiner auch nicht. War ganz unterhaltsam, aber mehr auch nicht.




X-Men - Days of Future Past

- nicht übel, aber ich mag diese Kinder-Schauspieler nicht. Ganz davon abgesehen, dass mit diesem Film die vorige Trilogie komplett negiert wurde. Ey!


Abseits der Baustelle

Natürlich waren wir die gesamte Renovierungs-/Sanierungszeit über immer äußerst fleißig. Aber zu einer effizienten Arbeitsweise gehören nun mal auch Pausen. Ihr wisst schon: "All work and no play makes Jack... etwas, das er nicht sein sollte."

So haben die Mädels und ich am 29. Januar den "fliegenden Holländer" gesehen (und musste hinterher erstmal den Text googlen) und am 22. März die "Wise Guys", die eine großartige Show abgeliefert haben. Die "Jungs" haben sich dafür an Christi Himmelfahrt eine Kanutour gegönnt.

Außerdem hatten wir unverschämt viel Spaß an Lenas 30. Geburtstag, als wir sie mit Türklinken und Kurzen durch die Innenstadt gejagt haben. Immerhin hat sie es geschafft, sich vor dem Grillen freiküssen zu lassen. Und beim Brunchen an dem morgen hab ich mir den typischen Sonnenbrand des Jahres zugezogen (niemand cremt sich zum Brunchen ein!), der heute immernoch beweist, welches Tshirt ich trug.
An unserem Jahrestag am nächsten Tag konten wir mal wieder nichts außer ausnüchtern...

Am 07. Juni haben Jana und Stephan geheiratet - in einer süßen alten Kirche in O., von der aus es in der Kolonne zum Gasthaus ging, in dem wir bis 4 Uhr morgens in atemberaubender Hitze feierten (kein Wortspiel - die Klimaanlage ging nach 10 Minuten in die Knie). Ein großartiges Fest mit einem überglücklichen Brautpaar, einfach wunderbar. Anschließend nahmen der Schatz und ich ein Taxi zum Haus, wo wir auf der Terrasse auf einer Luftmatratze nächtigten. Vor kurzem haben wir übrigens erfahren, dass die Nachbarin davon absah, die Polizei zu rufen, als so schnell nach den Taschenlampen im Haus Licht anging.

A propos Nachbarschaft: Am 18. Mai waren wir auf der Konfirmation der Tochter eines Nachbarn, eine Woche später war die "Hochzeitsvorbesprechung" bei unseren Überwegungsrecht-Nachbarn - wobei es wohl in erster Linie um den Alkohol ging. Am Donnerstag lud die Nachbarschaft dann zum "Saal ausmessen" für das Hochzeitspaar. Überraschung: Die Tür des Gasthauses ist noch genau so groß wie die letzten Jahre. Überraschend 2: Hier wird noch Weinbrandt pur getrunken. Ich bin nicht hart genug fürs Dorfleben...

Hier wird nicht gefensterlt!

Über sieben Wochen hat sich jetzt ganz schön was angesammelt... Und je mehr man nachzuholen hat, desto mehr schiebt man es auf. Sorry!
Auf der Baustelle drehte sich die letzte Zeit insbesondere um Steckdosen, Deckenabhängung und Fenster und bei allen drei Posten sind wir inzwischen auch ziemlich weit.

Wohnzimmer:
Renovierungstag 95:


Tag 98:


Tag 100:




Tag 101:


Tag 103:


Lesezimmer - Tag 103:



Die Fenster waren ein ziemlicher Kampf. Am 14. Mai haben wir abends nach zähen (erfolgreichen!) Verhandlungen unterschrieben und vorsichtig nachgefragt, ob das bis Ende Juni klappt. "Klar", sagte der Vertriebler, "innerhalb einer Woche kommt der Meister um nochmal genau auszumessen und dann dauert die Produktion 2-3 Wochen." Beflügelt kehrten wir heim und warteten über eine Woche auf den Anruf des "Meisters", der schließlich einen Termin für den 27. Mai festmachte. Da skeptikten wir schon.
Nach dem Vermessen wurde der Auftrag noch 50 € teurer (fast-bodengleiche Terassentürenschwellen FTW!) und der Meister stellte uns eine Anlieferung in 4-6 Wochen in Aussicht. Gut, dass der Schatz mit dem Mann alleine auf der Baustelle war, ich hätte ihn in meinen "Hölzer mit Nägeln"-Stapel gedrückt.
Wir flüchteten uns ins "Gib mir die Kraft zu akzeptieren was ich nicht ändern kann" und zählten die Kalendertage ab. Am 5. Juni bekamen wir dann eine Auftragsbestätigung mit den finalen Fenstermaßen - sobald diese unterschrieben zurück ist, wird die Produktion eingeleitet. Ey! Und das obendrein mit einem falschen Endpreis. Während ich an meiner Schnappatmung arbeitete, telefonierte der Schatz mit der Fensterbauerfrau und vollbrachte eine Heldentat: Der ausgehandelte (und unterschriebene!) Preis vom 14. Mai gilt natürlich, und die Fenster werden am 17. Juni fertig sein - der Einbautermin werde kurzfristig folgen.
Soweit so gut. Am 16. Juni war der Schatz nachmittags eigentlich quasi zufällig auf der Baustelle und stolperte über dort abgestellte Fensterscheiben.



Das schrieb er mir eher amüsiert, als ich "Anrufen!" zurück schrieb, rief er mich und nicht den Fensterbauer an. Glücklicherweise konnte ich ihn doch noch überreden den Handwerker zu kontaktieren, denn der gab dann ganz sorglos bekannt, dass die Fenster ab morgen, 8 Uhr, eingebaut werden. Maaaann! Gottseidank ist der Schatz mit seinen Arbeitszeiten ja sehr flexibel, darum hat das alles auch noch funktioniert.



Irritierend: Am zweiten Einbautag waren die drei Handwerker schon vor uns da - und im Haus. Obwohl wir alle Türen verschlossen und keinen Schlüssel zurückgelassen hatten. "Das alte Küchenfenster haben wir ja noch nicht ausgetauscht..." Mit etwas Hebelwirkung innerhalb von drei Minuten, so zumindest die Erzählung, haben die Jungs sich Zutritt verschafft.
Frustrierend: Im Untergeschoss sind fast alle Rollläden vergammelt. Die 3.000 € hatten wir uns eigentlich sparen wollen, aber da kommen wir nun nicht mehr drum herum.
Wie auch immer, die neuen Fenster sind drin und wunderschön. (Und ich freue mich, dass ich vergessen habe, die Rolläden sauber zu machen - ha!) Auf dem ersten Bild kann man den Unterschied zwischen den alten (links, besagte Küchenfenster...) und neuen (rechts, Wohnzimmer) Fenstern ganz gut sehen:

Tage 105 und 106:






Küche:


Wohnzimmer:




Christians Arbeitszimmer:


Mein Arbeitszimmer:


Schlafzimmer/Badezimmer:


Wir sind also auf einem guten Weg. Wir haben sogar schon Tapeten gekauft! Ein bisschen Optimismus ist bereits eingezogen...


logo

Mocca

1 Löffel Tourismus, 2 Löffel Schatz, ein großer Schuss Koffein - gut aufgeschäumt servieren!

Ach ja...

Wer Fotos von mir verlinken oder nutzen möchte, bekommt bestimmt eine Erlaubnis - aber fragt mich vorher!
 
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